Mittwoch, 29. April 2009

Studieren und Berufserfahrung sammeln - ein Widerspruch?

Heute möchten wir Euch ein paar Wege aufzeigen, wie man am besten seinen Berufsplan aufstellt, wenn man ein Studium als Ausbildungsweg gewählt hat.

Ein Studium ist heute kein Garant mehr für einen sicheren Arbeitsplatz. Wer sich nicht für ein klassisches Studium entscheidet, das einen Berufsweg klar vorzeichnet (Medizin, Lehramt etc.), muss sich schon während des Studiums Gedanken machen, schließlich landen auch Studenten der Sozial- und Geisteswissenschaften oft „in der Wirtschaft“, beispielsweise im Personalbereich. Klingt nach einem alten Hut, aber das Entscheidende ist nun WIE man diesen Weg gestaltet.

Der Fehler, der uns in Lebensläufen häufig begegnet, ist die fehlende klare Linie. Oft werden viele Praktika allein schon ob ihres quantitativen Aufkommens subjektiv als Stärke eingeschätzt. Das ist aber nur dann der Fall, wenn diese planvoll ausgesucht wurden. Natürlich dienen Praktika zum Ausprobieren, aber wenn es 5 verschiedene während des Studiums sind, die alle in völlig unterschiedlichen Disziplinen absolviert wurden, dann hat man für sich selbst womöglich einiges ausprobiert; ein Personaler deutet dies aber nicht selten als ungeradlinig und wenig zielstrebig.


Was ist die Lösung?

Zunächst sollte man sich mit einem Berufsfeld intensiver auseinandersetzen: Was bedeutet zum Beispiel Marketing in der Praxis? Wird ein Praktikum in einem Konzern oder in einem Kleinunternehmen angeboten und was sind die täglichen Anforderungen? In welcher Branche wird es angeboten und interessiert mich das wirklich? Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich im Pharma- oder im IT-Bereich ein Praktikum im Marketing absolviere. Also: schon beim Aussuchen Gedanken über die Branche machen, denn die muss einem unbedingt zusagen; letztlich ist es nämlich so: Wenn ich drei Praktika – völlig unabhängig von meinem Studiengang – in der Versicherungsbranche absolviere, dann habe ich nach dem Studium die größten Chancen bei Versicherungen und Banken. Viele unterschätzen diesen Faktor.

Fragt Euch generell: Ist ein „Bürojob“ etwas für mich oder möchte ich lieber einer Reisetätigkeit nachgehen? Muss ich viel persönlich kommunizieren (Präsentationen/Organisation) oder läuft das eher via Email (Recherchen, Aufbereitung) – wo sind meine Stärken lautet also die Frage!


Wenn die Suche nach 2-3 Praktika ergeben hat, dass ein bestimmtes Berufsfeld und eine bestimmte Branche gefallen hat, wird es Zeit „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Schneller als man denkt ist das Studium beendet. Man gilt dann nicht als „arbeitslos“, sondern als „arbeitsuchend“ und muss sich selbst kümmern, damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen.


Idealerweise packt man es dann folgendermaßen an: 1-2 Jahre vor Ende des Studiums sucht man sich eine Werkstudentenstelle bei der man an 1-2 Tagen in der Woche regelmäßig für ein Unternehmen tätig ist. Schon beim Vorstellungsgespräch sollte man die Möglichkeiten sondieren, die sich am Ende des Studiums ergeben. Option auf Übernahme? Aufstiegsmöglichkeiten? Wechsel in eine andere Abteilung?

Unternehmen greifen bevorzugt auf Kräfte zurück, die sie schon kennen. Wichtig: Die Verantwortungsbereiche während der Werkstudententätigkeit sollten nicht zu marginal sein. Projektarbeiten sind ideal.


Viel Erfolg wünscht euer Jobcafe Team !

Ferienjob am Strand gesucht?

In eigener Sache:

Das Jobcafe Hamburg ist dringend auf der Suche nach 2-3 Servicekräften für ein Restaurant auf der wunderschönen Nordseeinseln Borkum.

Wer ab sofort Lust hat, einige Monate im Service bei einem trendigen Restaurant direkt an der Promenade zu arbeiten (mit Meerblick!) und in seiner Freizeit die Nordseeinsel mit Hochseeklima zu erkunden oder am Strand zu entspannen, meldet sich für weitere Informationen bitte unter jobs@jobcafe.de.

Ein Unterkunft im Einzelzimmer wird gestellt!

Mittwoch, 22. April 2009

Keine Krise bei den Bankern?

Trotz der allumgreifenden Finanzkrise scheint es ausgerechnet in der Finanzbranche derzeit etliche freie Stellen zu geben. Wie heute in einem Artikel bei Zeit Online zu lesen ist, werden viele Zeitarbeitsfirmen und Headhunter momentan mit Anfragen nach Bankmitarbeitern überhäuft.

Es scheint, als würden sich die Banken wieder besonders auf ihre Kernkompetenzen besinnen und vermehrt im Bereich Privat- und Firmenkunden rekrutieren.
Der interessante Artikel findet sich unter dem oben stehenden Link!

Dienstag, 7. April 2009

PERSONAL2009 für das Jobcafe ein voller Erfolg!

Am 25. und 26.03.2009 fand die Messe Personal in München statt. Das Jobcafe war mit einem eigenen Stand vertreten und hat sich im Anschluss mit der Messeleiterin Frau Tina Engelhard zu einem Interview getroffen.

Jobcafe: Wie erfolgreich war die "Personal 2009" dieses Jahr?


T.Engelhard: Aus unserer Sicht war die Messe sehr erfolgreich. Mit 249 Ausstellern und 4.316 Fachbesuchern konnten wir das beste Ergebnis der Geschichte der PERSONAL erzielen.


Jobcafe: Welche Auswirkungen hat die Wirtschaftskrise? Kann man die Messe als Parameter sehen?


T. Engelhard: Die Messe zeigt sehr deutlich, welche Auswirkungen die Krise auf den HR-Markt hat. Einerseits besteht in den Personalabteilungen auch in schwierigen Zeiten ein hoher Bedarf an Produkten und Dienstleistungen für HR-Management. Das war sicher der Grund für unseren Besucherrekord. Andererseits merken die Aussteller jedoch schon, dass die aktuelle Wirtschaftslage Investitionsentscheidungen eher lähmt. Wir haben jedoch das Glück, dass die Messe sich als feste Größe auf dem HR-Markt etabliert hat. Deshalb möchten die meisten Aussteller nicht darauf verzichten, auf der PERSONAL Präsenz zu zeigen.


Jobcafe: Sind Personalmessen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig?


T. Engelhard: Personalfachmessen sind immer wichtig - in schwierigen Zeiten, wie wir sie momentan erleben, vermutlich noch mehr. Die Aufgabe der Personalabteilungen verschiebt sich zwar von intensivem Recruiting zu Personalabbau. Doch viel zu tun haben Personaler allemal. Hinzu kommt, dass langfristige Projekte wie Employer Branding oder Work-Life Balance nicht an Bedeutung verlieren. Und auch HR-Software ist in Krisenzeiten wegen des Sparpotenzials gefragt. Personalmessen informieren hierzu ausgiebig über alle Neuerungen und stellen den persönlichen Kontakt zwischen Kunde und Anbieter her.


Jobcafe: Welche Trends gab es? Das Internet spielt eine immer wichtigere Rolle, wie wichtig ist deshalb der face-to-face Kontakt auf Fachmessen?


T. Engelhard: Sich online zu vernetzen spielt eine immer größere Rolle - auch für Personalmanager und HR-Dienstleister. Wir unterstützen deshalb das Online-Netzwerk HRM.de (www.hrm.de) in vielen Belangen. Dennoch kann kein Medium ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht ersetzen. Gerade wenn es darum geht, sich für länger an einen Anbieter zu binden, möchten die Personaler verständlicherweise ihre Partner persönlich kennenlernen.


Jobcafe: Können Sie schon einen Ausblick für die nächste PERSONAL geben?


T.Engelhard: In diesen Zeiten ist es sicherlich schwierig, Aussagen über die Zukunft zu treffen. Wir sind uns aber sicher, dass die PERSONAL 2010 in Stuttgart wieder ein großer Erfolg sein wird. Aussteller und Besucher waren 2008 dort so zufrieden, dass sich bereits jetzt viele der ausstellenden Unternehmen erneut angemeldet haben - trotz Wirtschaftsflaute!

Donnerstag, 2. April 2009

Zeitarbeit – Chance oder Sklavenhandel

Am Dienstag, den 17.3. lief in der ZDF – Reihe 37 Grad, der Beitrag „Arbeiten um jeden Preis - Über den harten Alltag der Leiharbeiter“.
Wir vom Jobcafe, die als Dienstleistung ebenfalls Zeitarbeit anbieten, haben natürlich genau hingesehen.

Gezeigt wird das Schicksal von Zeitarbeitern, die von ihrem Lohn zum Teil noch nicht einmal leben können und zusätzlich zum Gehalt (bei einer Vollzeitstelle!) noch ergänzende Sozialhilfe beantragen müssen, oder bei Stellenabbau trotz unbefristetem Vertrags sofort gekündigt werden. Es ist ein Skandal, dass dies bei den hierzulande hohen Standards von Arbeitsrecht, Kündigungsschutz etc. möglich ist.

Die Sendung ist aber auch ein Paradebeispiel für das schlechte Ansehen von Zeitarbeit in Deutschland.

Im Juni 2008 gab es in Deutschland über 700 000 Beschäftigte in der Zeitarbeit mittlerweile also eine nicht unerhebliche Größe. Das eigentliche Ziel ist die Übernahme beim Kunden - für viele ist dies aber leider nicht die Realität.

Die eigentlichen Vorteile der Zeitarbeit, die vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht unterschätzt werden sollten, werden dabei konterkariert. Der Bericht schreckt auf, deckt Mißstände auf.

Die Zeitarbeit hat einen schlechten Ruf in Deutschland. Das hat sie sich natürlich selbst zuzuschreiben, aber es hat sich in den letzten Jahren auch viel verbessert. Leider ist es eben einfacher, ein simples Feindbild aufzubauen.

Wir vom Jobcafe distanzieren uns ausdrücklich von den dargestellten, zum Teil ausbeuterischen und rufschädigenden, Methoden. Wir zahlen unseren Zeitarbeitern einen übertariflichen Lohn, unterhalten ein freundliches und kooperatives Verhältnis zu unseren Mitarbeitern und die spätere Übernahme durch den Kunden ist unser ausdrückliches Ziel!


Die Vorteile von Zeitarbeit versuchen wir besonders für Studenten anzubieten. Das ist eigentliche eine feine Sache: Man schnuppert in verschiedene Firmen bei Projekten hinein und wird im optimalen Fall direkt im Anschluss fest übernommen. Dabei zahlen wir in 99 % aller Fälle übertariflichen Lohn. Urlaub und Krankheit sind abgesichert. So kann Zeitarbeit auch aussehen!

Was könnt ihr tun, um nicht bei der falschen Zeitarbeitsfirma zu landen?

Hier eine kleine Checkliste, die helfen kann:


- Ist die Zeitarbeitsfirma einem Tarifsystem angeschlossen? Das kann z.B. der BZA Tarif sein, dem wir angehören.


- Hat die Zeitarbeitsfirma eine gültige Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung?


- Macht der Personaldisponent einen seriösen Eindruck? Will er Euch eine Stelle anbieten die zu Euch passt oder geht es ihm darum, die Stelle um jeden Preis zu besetzen?


- Werdet Ihr verbal in irgendeiner Form unter Druck gesetzt? Werden Eure Fragen so beantwortet, dass Ihr Euch damit wohlfühlt?


Vertraut auf Euer Gefühl und nehmt von Angeboten, die nicht Euren Ansprüchen genügen, Abstand.