Mittwoch, 29. Juli 2009

Trendwende auf dem Arbeitsmarkt? Konjunkturindikator Zeitarbeit setzt positive Signale!

Nach monatelangem Abschwung sind in der Zeitarbeitsbranche wieder neue Arbeitsplätze entstanden.
Erstmals seit zwölf Monaten konnte im Juni wieder ein Anstieg der Zeitarbeiter verzeichnet werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA), Volker Enkerts, dem Hamburger Abendblatt (Samstagausgabe).

Derzeit gebe es bundesweit 35.000 offene Stellen in der Branche. Die Hamburger Zeitarbeitsbranche mit ihren 475 Unternehmen und rund 28 000 Mitarbeitern übersteht die Krise unterdessen bisher schon relativ gut.
Dennoch: Im Juli 2008 waren noch 800 000 Mitarbeiter in der gesamten Zeitarbeitsbranche beschäftigt, im Mai 2009 waren es nur noch 500 000. Der Einbruch um 300 000 Beschäftigte (ein Minus von 37,5 Prozent) war immens. „So einen bitteren Einschnitt haben wir vorher noch nie erlebt", sagte Volker Enkerts, Präsident des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA) dem Hamburger Abendblatt.
Ungewiss sei aber, ob dies die Trendwende am Arbeitsmarkt markiere. "Noch ist schwer zu beurteilen, ob der Anstieg saisonal oder konjunkturell bedingt war", sagte Enkerts in REUTERS weiter. "Klar ist: Im Mai stagnierte der Stellenabbau erstmals. Damit wurde der dramatische Abwärtstrend gestoppt. Vielleicht haben wir damit die Talsohle erreicht."

Die Zeitarbeit gilt als Konjunkturindikator für den Arbeitsmarkt, für den in den letzten Tagen und Wochen unterschiedliche Signale ausgesendet wurden. Die meisten Experten erwarten bislang trotz erster positiver Trends einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit ab Herbst.

Das Jobcafe kann momentan einen leichten Anzug im Bereich Zeitarbeit verzeichnen. Im Monat Juli kamen z.B. in Hamburg verstärkt Firmen auf uns zu, die ihre personellen Engpässe (z.B. duch Urlaub der festen Mitarbeiter)mit Hilfe von studentischer Zeitarbeit ausgleichen wollten. Wir hoffen, dass uns dieser Trend auch in Zukunft erhalten bleibt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen