Mittwoch, 20. Mai 2009

Tipp des Tages: Was gehört auf keinen Fall in den Lebenslauf

Wir vom Jobcafe bekommen täglich viele Bewerbungen auf den Tisch und sichten dabei die unterschiedlichsten Lebensläufe. Manche überzeugen durch ihre Übersichtlichkeit, ihre gute Strukturierung, ihr gutes Layout. Andere wirken eher hektisch erstellt und beinhalten noch dazu oftmals die falschen Inhalte. Wen interessiert schon was Mutti und Vati mal beruflich gemacht haben, wenn bei der Bewerbung als Programmierer im Lebenslauf nichts oder nur wenig über die PC- und Programmierkenntnisse vermerkt ist.

Auf karrierebibel.de gibt es einen Beitrag zum Thema "Was so gar nicht in den Lebenslauf gehört".

Hier findet sich zudem ein interessanter Beitrag zu den "60 Todsünden bei der Bewerbung".


Viel Spaß und viel Erfolg bei der nächsten Bewerbung!

Dienstag, 12. Mai 2009

Jobmotor Mittelstand und die Wirtschaftskrise

Die Stellensuche gestaltet sich derzeit schwierig, die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust geht um. Seit mehr als einem halben Jahr steckt die Weltwirtschaft nun schon in der Krise. In den Medien sind es meist die Konzerne, die für Schlagzeilen sorgen. Dabei werden die meisten Stellen in Deutschland von mittelständischen Betrieben geschaffen oder angeboten.


Jens Wittenberger vom Jobcafe hat sich mit Volker Knittel getroffen, dem Landesbeauftragten Bayern des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), der täglich mit mittelständischen Firmen in Kontakt tritt, der bei Politikern vorspricht und in enger Verbindung mit Wirtschaftsforschungsinstituten steht.
Wie nimmt Volker Knittel die derzeitige Lage wahr:


Jens Wittenberger: „Herr Knittel, Sie sind so etwas wie ein Gradmesser der bayerischen Wirtschaft – treffen täglich Entscheider aus dem Mittelstand. Wie verhält es sich aktuell mit der Stimmung in den Betrieben im Vergleich zum Jahresanfang?“


Volker Knittel: „Die psychologische Stimmung im Vergleich zum Jahresanfang ist schlechter geworden, weil die Hilfen noch nicht greifen und es mittlerweile an die Substanz geht. Das liegt zum einen an der oft mangelnden Ausstattung von Eigenkapital und zum anderen an fehlenden Mitteln für Investitionen in Wachstumsprojekte. Anfang des Jahres waren die Reserven einfach noch größer, jetzt sind sie oft aufgebraucht.“


Wittenberger: „Welche Branchen laufen denn noch gut?“


Knittel: „Der Konsumbranche geht es vergleichsweise noch recht gut und auch die Baubranche hat Hoffnung. Sehr schlecht ist die Stimmung nach wie vor in der gesamten Exportwirtschaft und dem Automotivesektor. Ein besonderes Problem besteht in den großen mittelständischen Betrieben ab 1000 Mitarbeitern. Diesen Firmen geht schlicht das Geld aus, weil Banken derzeit Risiken vermeiden, der Kapitalbedarf aber sehr hoch ist.“


Wittenberger: „Was wären denn Ihrer Meinung nach Wege aus der Krise? Kann man überhaupt schnell helfen oder muss man nicht eher langfristig umdenken?“


Knittel: „Es gibt keine einfachen Rezepte für äußerst komplizierte und komplexe Sachverhalte. Ich werde jetzt nicht einfach Steuersenkungen propagieren, nach dem Motto: Steuern runter,Wirtschaft rauf! Denn hierfür müssen entweder auch Leistungen gekürzt werden, denn eine weitere Schuldenfinanzierung ist absurd. Die Politik sollte für Bund, Länder und Gemeinden eine Gesamtbilanz ziehen und damit klären, was wir uns heute und künftige Generationen sich leisten können, eine Art "Stresstest Deutschland". Derzeit leben wir über unsere Verhältnisse und es ist eine einfache Rechnung, die langfristig nicht aufgehen kann.


Wittenberger: „Die Frage aller Fragen: Wann geht es wieder aufwärts?“


Knittel: „Die Stimmung hellt sich derzeit auf – die Abwärtsspirale verlangsamt sich – das heißt übrigens explizit nicht, dass der Wendepunkt erreicht ist – und es sind erste positive Entwicklungen, etwa im Maschinenbau, zu verspüren. Das ist ein Anfang, ob der Trend hält ist noch nicht klar. Meiner Meinung nach greifen die Konjunkturpakete I und II ab Mitte des Jahres. Ich bin guter Hoffnung für 2010, denn viele Exportgüter sind Investitionsprodukte, deren Erneuerung ist von unseren internationalen Kunden oftmals nur aufgeschoben."


Wittenberger: „Herr Knittel, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.“