Über unseren Köpfen hängt nun also die große, düstere Wolke namens Finanzkrise. Allgemeine Schwarz-Malerei ist aber fehl am Platze - denn wen die Krise wie stark betrifft, ist von vielen Faktoren abhängig.
Z.B. sind bislang v.a. internationale Großunternehmen von der Krise betroffen (auch wenn heute bereits 42% der kleinen und mittelständischen Unternehmen sinkende Umsätze innerhalb der nächsten 12 Monate erwarten (zeit.de).
Ebenso tangiert die Krise nicht alle Branchen gleichermaßen: v.a. die Finanzbranche leidet und baut Stellen ab. Laut wiwo.de werden Schätzungen zufolge weltweit 100.000 Arbeitsplätze in der Finanzindustrie verloren gehen. Vor lauter Krisenberichten werden die positiven Nachrichten - ja, die gibt es! - oft kaum wahrgenommen. Bspw. verzeichnen viele Fluglinien positive Gewinnprognosen für 2009 und auch der Konsum hat in diesem Jahr zugenommen (um 0,5% laut GfK).
Doch wie wirkt sich die Krise eigentlich auf Euch persönlich - auf Studenten, Absolventen und Young Professionals - aus, die gerade jetzt auf der Suche nach einem Nebenjob oder einer Festanstellung sind? Betreffen (drohende) Arbeitslosigkeit und Einstellungsstopp überhaupt auch den akademischen Arbeitsmarkt oder genießt dieser eine Sonderstellung?
Wir können Euch beruhigen - es ist nach wie vor so, dass Akademiker am wenigsten von der Krise betroffen sind. Dennoch muss man als Absolvent in der momentanen Situation damit rechnen, dass der Berufseinstieg teilweise etwas schwieriger sein dürfte als noch vor einigen Monaten. Jedoch gibt es jede Menge Möglichkeiten, die "neuen Barrieren" auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden.
Dazu gehört dann beispielsweise, auf Jobmessen zu gehen, sich frühzeitig - noch während des Studiums! - um die Stellensuche zu bemühen, nötige Schlüsselqualifikationen zu erwerben, sich Stellen zu suchen, wo man Beratung/ Coaching zu Berufsfragen findet usw. Man ist dem Ganzen also keineswegs hilflos ausgeliefert, ein bisschen Engagement gehört zur Stellensuche nun mal dazu, dann klappt es auch - auch in weniger guten Zeiten!
Alles in allem gilt in Krisenzeiten, wie wir sie im Moment erleben, noch mehr als sonst: Praxiserfahrung ist das A und O bei der Jobsuche! Wichtig sind natürlich vor allem die Erfahrungen und Kenntnisse, die man durch eine Werkstudentenstelle oder einen Aushilfsjob sammeln kann und die bei der Bewerbung um eine Festanstellung oft mehr zählen als alles andere. Aber auch der Wert der persönlichen Kontakte, die man so gewinnt, ist nicht zu vernachlässigen.
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